Der Coolness-Faktor von jungen Social Media Plattformen

Social Media Strategy

Die Frage, wie Unternehmen mit Trends und Innovationen in sozialen Netzwerken in Zukunft umgehen sollten, wird immer wieder gestellt. Ein Vortrag auf der dmexco 2013 von David Teicher, Associate Editor: Startups and Events bei Advertising Age hat mich inspiriert darauf einzugehen. Eine mögliche Idee ist, sich auf bestimmte Hauptkanäle im Social Media Landscape zu fokussieren, und zweitens innovative Kanäle kreativ zu nutzen. Als innovative Kanäle kommen zur Zeit (2013) vine.co, storify.com oder cameo.tv in Frage.

Warum junge Plattformen große Chancen bieten

Zunächst einmal: Warum sollte man neben traditionellen auch junge Plattformen für sich nutzen? Ganz einfach: Weil man hier die Möglichkeit hat als Erstes seine Marke kreativ, innovativ und emotional zu präsentieren. Das Ganze vermischt sich auch nicht mit Störsignalen des Wettbewerbs, der sich auf der neuen Plattform noch nicht befindet. Wie ein Erfolg durch Innovation in der Kommunikationssphäre aussehen kann hat unter Anderem Bic mit Tipp-Ex bewiesen. Die erste interaktive YouTube-Kampagne wurde bis heute mehr als 21 Millionen Mal angesehen. Das entspricht sagen wir mal 1/4 der Einwohner der Bundesrepublik Deutschland.

Best Practice bei Vine

Wie man verschiedene Plattformen sehr gut für innovatives Content Marketing nutzen kann stellt General Electric unter Beweis. Auf einem Tumblr Blog mit dem Thema #6secondscience stellt der Konzern eine Galerie von Kurzvideos mit Kurzexperimenten zur Verfügung, die von Usern eingereicht wurden. Obwohl die Kurzvideos nur 6 Sekunden lang sind gibt es dort sehr viele fesselnde kurze Aha-Erlebnisse, wie an den vier Beispielen unten zu sehen ist. Mehr Beispiele von Markenkommunikation auf Vine kann man auf dem Blog Brandsonvine finden.

Der letzte Schrei

Das was mich an David Teichers Vortrag am Meisten begeistert hat war die Plattform Cameo. Cameo geht den Gedanken von Vine etwas weiter. Die Idee ist, dass aus hochgeladenen Kurzvideos längere Spots zusammengeschnitten werden. Was für emotional aufgeladene Ergebnisse damit realisiert werden können zeigt folgendes Video. Auf dieser Plattform können sicherlich auch sehr gute und packende Werbespots entstehen.

Best Practice bei Storify

Was ist Storify? Storify ist eine Art Erzählplattform. Hier kann man alle Inhalte, die auf Social Media Profilen und an anderen Orten im Internet zu einem bestimmten Thema veröffentlicht werden zu einer Geschichte zusammenfügen. Das Ganze funktioniert in der Art, dass die Inhalte aggregiert werden und dazu mit Kommentaren des Erzählers versehen werden können. Ein leider viel zu wenig bekanntes Beispiel ist die Reportage der Tagesschau über die Obama Wahl. Praktisch ist hier: Man kann die Geschichte von Storify auch einfach auf der eigenen Homepage einbetten.

Content auf neuen Plattformen verbreitet sich nicht von selbst

Die Inhalte von neuen Plattformen zu verbreiten ist allerdings die Herausforderung an solchen Pionier-Projekten. Man sich im Klaren sein, dass sich die Inhalte nicht von selbst verbreiten. Es fehlt noch die Infrastruktur von Followern, die auf anderen Netzen allerdings bereits vorhanden ist. Letzten Endes läuft es auch hier genau so wie bei der Verbreitung von anderem Content: Etablierte Netzwerke wie Facebook und Twitter können um die Inhalte der neuen Plattformen zu streuen. Dazu kann auch Seeding genutzt, um die Inhalte zu verbreiten.

Tim Ebner
Ich bin Chefkoch von social media #facts & serviere gerne Posts zu Online Marketing & Social Media. Lies hier mehr über mich oder kontaktiere mich.
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